Letzten Herbst gings mit Mann (Stuffi,Hermi) und Maus (Kharo,Emi) auf eine Kletterneulandsuche gen Osten. Nach 2 Wochen blickten wir auf schöne Klettergebiete in Bulgarien zurück wo mir noch 2 klasse Erstbegehungen in der Karlokovo Höhle glückten und dem schon langsam "modern" gewordenen Bouldergebiet Prilep/ Macedonia mit über 30 Erstbegehungen. Bestes Wetter und viele liebenswerte Lokals ebneten uns den Weg.
Wenns die Zeit erlaubt gibts auch ein Topo zum neuen Sektor in Prilep!
Nun noch ein paar visuelle Eindrücke und ein schnuckeliges Video vom bouldern in Prilep!
Rocknroll Dirk
http://vimeo.com/89648615
Posts mit dem Label Dirk Uhlig werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Dirk Uhlig werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Samstag, 22. März 2014
Mittwoch, 18. September 2013
New Age
Anfang des Monats ließ es mein bescheidenens Zeitmanagement doch noch zu ein Wochenende im Rätikon zu verbringen.
Nachdem der Tagesausflug vor 2 Monaten mit 30 Grad und Sonnenstich ein jähes Ende fand gabs diesmal Regen und Kälte! Warum Rätikon? Da gibts nur einen Grund! Multibitches und Beat Kammerlander sind der Grund um ins Rätikon zu fahren!
Die 5 Seillängen der New Age aus dem Jahr `89 vom Beat standen schon länger Zeit auf der Warteliste.
Um nicht in Zeitnot zu kommen gabs 3 Tage frei und ein Sitzbrett für Kharo. Das Gerödel für die Belagerung schleppten wir Tags zuvor an den Wandfuß um die Sportkletterkackstelzen zu schonen. Der Plattenkalk hier geht eh schon eher auf die Wanden als auf die Greifwerkzeuge des krackselnden Humanoiden.
Das die Belagerung zu einem kurzen Intermezzo wurde, war ja auch nicht abzusehen.
Die erste Seillänge ist eher klassisch angehaucht. Keile und Cams können gelegt werden und einige Keile wurden auch schon liebevoll in die Risse gedroschen. Der "Kaltstart" klappt und die ersten 30m sind rum.
Die zweite ist mit 7c bewertet und hier gehts schon vom Stand weg zur Sache. 2 Haken auf 20m klingen nicht viel besonders wenn sie nach den schweren Stellen sitzen. Heut scheint zum Glück keinen Sonne auf die kleinen Griffe und Tritte und ich häng die zweite Länge gleich Sturzfrei dran.
In der dritten gibts zur Freude der Waden ein Dach für den Oberarmtechnicker. Kharo kommt mit dem Sitzbrett nach und machts sich bequem. Bis jetzt ist eine Stunde vergangen und im Seil saß ich auch noch nicht! Ich schieb mich bis zum Dachgrund hoch, lang um die Kante und fuchtel mit den Füßen um einen Hook zu legen. Dann packt mich die Schwerkraft am Allerwertesten und zieht so lange bis es abwärts geht.
Also ab zum Stand und eine Bemme mit Worscht hintergedrückt!
Beim zweiten Anlauf bleiben die Extremitäten an der Wand und ich schwing mich behände um die Dachkante. 5m weiter häng ich am Stand.
Ein kurzer Blick hoch zur nächsten 7a Seillänge und meine Motivation diese noch ranzuhängen...
So gehts nahtlos weiter bis ich mich 7m unter dem nächsten Stand befinde. Da steht man nun auf einer riesigen grauen Platte und hat nun 3 Optionen und 52 Griff- und Trittkombinationen um sich zum Umlenker zu schieben. Haken gibts hier zum Glück keinen mehr und man hat die Hände frei zum fummeln.
Das hört sich nicht nur an wie Jörg Dräger mit "Geh auf`s Ganze"! Ne! Is auch so! Man hat bei diesem Ziegenproblem 2 mal den Zonk mit 10m Plattenrutsche und großflächigen Hautiritationen zu gewinnen, oder halt nen Standplatz! Auf jeden Fall gibts die Hosen voll, egal welche Tür man wählt!
Ich bin zwar eher schlecht beim Spielen aber Fährten lesen geht ganz gut und so gabs das Metallgebammel als Hauptpreis für mich!
Der vierte Stand ist ein Traumgrasband mit exponierter Lage. Mietpreis sind das klettern von 4 Seillängen feinsten Rätikonkalkes und ne Handvoll Nerven. Recht günstig für die Lage!
Die letze Seillänge ist noch eine 7a+ Verschneidungszugabe mit Gipfelglück.
Nun wurde aus der Belagerung eine 4 Stunden Sause mit einem zweiten Anlauf!
Das ganze war auch gut so, da die nächsten 2 Tage mit Regen und Nebel das Unternehmen vereitelt hätten.
New Age ist nur zu einer kurzen "Sitzung" geworden!

Zum Aufwärmen gibts 45 min Zustieg! Am Einstieg der Tour sollte der Aufwärmprozess abgeschlossen sein denn dann gehts gleich zur Sache in der Wand.
Nachdem der Tagesausflug vor 2 Monaten mit 30 Grad und Sonnenstich ein jähes Ende fand gabs diesmal Regen und Kälte! Warum Rätikon? Da gibts nur einen Grund! Multibitches und Beat Kammerlander sind der Grund um ins Rätikon zu fahren!
Die 5 Seillängen der New Age aus dem Jahr `89 vom Beat standen schon länger Zeit auf der Warteliste.
Um nicht in Zeitnot zu kommen gabs 3 Tage frei und ein Sitzbrett für Kharo. Das Gerödel für die Belagerung schleppten wir Tags zuvor an den Wandfuß um die Sportkletterkackstelzen zu schonen. Der Plattenkalk hier geht eh schon eher auf die Wanden als auf die Greifwerkzeuge des krackselnden Humanoiden.
Das die Belagerung zu einem kurzen Intermezzo wurde, war ja auch nicht abzusehen.
Die erste Seillänge ist eher klassisch angehaucht. Keile und Cams können gelegt werden und einige Keile wurden auch schon liebevoll in die Risse gedroschen. Der "Kaltstart" klappt und die ersten 30m sind rum.
Die zweite ist mit 7c bewertet und hier gehts schon vom Stand weg zur Sache. 2 Haken auf 20m klingen nicht viel besonders wenn sie nach den schweren Stellen sitzen. Heut scheint zum Glück keinen Sonne auf die kleinen Griffe und Tritte und ich häng die zweite Länge gleich Sturzfrei dran.
In der dritten gibts zur Freude der Waden ein Dach für den Oberarmtechnicker. Kharo kommt mit dem Sitzbrett nach und machts sich bequem. Bis jetzt ist eine Stunde vergangen und im Seil saß ich auch noch nicht! Ich schieb mich bis zum Dachgrund hoch, lang um die Kante und fuchtel mit den Füßen um einen Hook zu legen. Dann packt mich die Schwerkraft am Allerwertesten und zieht so lange bis es abwärts geht.
Also ab zum Stand und eine Bemme mit Worscht hintergedrückt!
Beim zweiten Anlauf bleiben die Extremitäten an der Wand und ich schwing mich behände um die Dachkante. 5m weiter häng ich am Stand.
Ein kurzer Blick hoch zur nächsten 7a Seillänge und meine Motivation diese noch ranzuhängen...
So gehts nahtlos weiter bis ich mich 7m unter dem nächsten Stand befinde. Da steht man nun auf einer riesigen grauen Platte und hat nun 3 Optionen und 52 Griff- und Trittkombinationen um sich zum Umlenker zu schieben. Haken gibts hier zum Glück keinen mehr und man hat die Hände frei zum fummeln.
Das hört sich nicht nur an wie Jörg Dräger mit "Geh auf`s Ganze"! Ne! Is auch so! Man hat bei diesem Ziegenproblem 2 mal den Zonk mit 10m Plattenrutsche und großflächigen Hautiritationen zu gewinnen, oder halt nen Standplatz! Auf jeden Fall gibts die Hosen voll, egal welche Tür man wählt!
Ich bin zwar eher schlecht beim Spielen aber Fährten lesen geht ganz gut und so gabs das Metallgebammel als Hauptpreis für mich!
Der vierte Stand ist ein Traumgrasband mit exponierter Lage. Mietpreis sind das klettern von 4 Seillängen feinsten Rätikonkalkes und ne Handvoll Nerven. Recht günstig für die Lage!
Die letze Seillänge ist noch eine 7a+ Verschneidungszugabe mit Gipfelglück.
Nun wurde aus der Belagerung eine 4 Stunden Sause mit einem zweiten Anlauf!
Das ganze war auch gut so, da die nächsten 2 Tage mit Regen und Nebel das Unternehmen vereitelt hätten.
New Age ist nur zu einer kurzen "Sitzung" geworden!
Zum Aufwärmen gibts 45 min Zustieg! Am Einstieg der Tour sollte der Aufwärmprozess abgeschlossen sein denn dann gehts gleich zur Sache in der Wand.
Das Schweizer Eck ist gespickt mit Klassikern im 8ten und 9ten Grad. Im linken Teil der Wand befindet sich New Age (7a,7c,8a+,7a,7a+)
Bedanken darf ich mich bei Kharo fürs Sichern und bei Skylotec und Scarpa für die beste Ausrüstung!
Und Die Boulderhalle am Rande der Milchstrasse!
E4
Donnerstag, 16. Februar 2012
Freitag, 8. Oktober 2010
Dienstag, 29. Juni 2010
Nordwestkante Falkenstein/ Thüringen
End of the Affair
Am 1.Juni 2002 begann eine Beziehung, die nun Leider (oder zum Glück?) am 20.Juni 2010 zu
Ende ging. `02 waren wir ein noch sehr ungleiches Paar. Die Nordwestkante des Falkensteins mit
ihren 90m Länge und 15m Überhang und meinereins mit einem Oberarmumfang von 20cm und 55
Kg Lebendgewicht. Von weitem muss das Schauspiel ausgesehen haben als würde Mickey Mouse
mit Dumbo kopulieren. Ich rackerte mich endlos ab um die Kante, die 1964 von Dieter Hengelhaupt
und Fritz Langenhan eröffnet wurde und mit A3/5+ bewertet wurde, zu besteigen. Nach knapp 40
Jahren waren auch einige der Fichtl in recht maroden Zustand und das macht die Sache schon
wieder spannend da der Technosport nun nicht zu meinem Lieblingskletterstil gehört.
Da ich aber alle Touren am Falkenstein klettern wollte musste ich in diesen Apfel beißen. Damals
schrieb ich in mein Tourenbuch „...geht Frei..wohl im 10ten Grad“. Damals hatte ich noch keine
Ahnung wie der 10te Grad ausschaut und bei einigen Stellen konnte ich mir keinen Reim daraus
machen wie das gehen soll.
Im Herbst des Jahres brach ich mir in den Staaten das Bein und die nächsten 2 Jahre war an den
10ten Grad nicht zu denken und so verblasste die Erinnerung an die Kante. Erst 2006 befand ich
mich wieder unter der Kante um einen erneuten Anlauf zu wagen „möglichst Frei“zu klettern. Einen
großen Teil der Route konnte ich nun schon wenigstens die einzelnen Züge machen doch „Frei“
waren lediglich die Flüge die ich beim Probieren hatte. Zweimal gingen die Flüge zu weit das die
morschen Fichtl aus der Wand flogen und mir auf den Schädel krachten. Da aus Mickey Mouse nun
so langsam „ Master Splinter“ wurde, passte das noch anfangs so ungleiche Paar doch schon besser
zusammen.
Ein Jahr darauf ersetzte ich die heraus gestürtzten Haken durch solide Bühler und machte einen
erneuten Versuch die Matrix durch die senkrecht geschichteten Porphyrplatten zu entschlüsseln.
Nach 50m an der Kante entlang, gelang es mir aber dann doch nicht die fehlenden Bausteine für
eine Freie Begehung zu finden. So ließ ich „erstmal Eis über die Sache wachsen“ und fuhr in andere
Länder um an ähnlich festen Gestein (Dolomiten ;)) zu klettern.
Dieses Jahr konnte ich nun endlich wieder Jemand für den Falkenstein begeistern was ja nicht
immer so war. Erstrecht nicht wenn man das Hülloch und den Monte Arturio um die Ecke hat. Wer
will auch schon freiwillig eine Stunde laufen und dann noch feststellen das es regnet und das
Thermometer auf 0 steht. Die Nähe zum Rennsteig lassen oft ein besonderes Klima, am 100m
hohen Klumpen, zu. Nach dem diesjährigen kalten Winter hoffte ich auf „positive“ Veränderung
der Griffe an der Kante ;) .
Und Tina fands auch Klasse nach dem letzten Yosemite Urlaub wieder höhere Berge als die
Marienthaler Wand oder den Weißenstein zu besteigen. Die Sonne die seit Juni wieder regelmäßiger
schien ließ auch die letzten Schneereste im Schmalwassergrund tauen und so stand einem
Falkensteinwochenende nix mehr entgegen.
Na fast nix!
Es regnete ab Sa. abend und so blieb mir nur die Freude über ein erfolgreiches Ausbouldern bei
dem alle Züge gingen. Die Woche drauf konnte ich Erna und die „Donnerstagsklettergruppe“ fürs
„alpine Gewänd“ überreden. 2 Meter nach den schwersten Stellen musste ich nun durch nassen
Bruch wühlen und so setzte ich beim nächsten Besuch 2 Haken eine Meter nach rechts um über
festen Fels den Gipfel zu erreichen.
Das jährliche Sektionswochenende stand vor der Tür und Tina ließ sich auch wieder auf ein
Wochenende „im Wald“ ein. Fr. und Sa. liefs schon gut sehr gut mit dem Ausbouldern und abends
fings wie so oft an zu regnen. Ich sah schon wieder die „Felle wegschwimmen“ doch der Sonntag
zeigte sich von seiner besten Seite. Bewölkt und Wind versprach Gripp von feinsten! Gleich der
erste Versuch endete in der Cruxpassage mit weiten Zügen an Seitgriffen. Die tollen Haken
funkelten mich beim klettern an, aber klippen konnte ich sie beim besten Willen nicht so
ausgefahren wie die Züge waren. Das Fluggelände war aber mit 50m Luft unter den Sohlen bestens
präpariert und ich war guter Dinge heut noch den Gipfel zu erreichen.
Im nächsten war es dann soweit. Erna kletterte sein langes Projekt „Esperanto“ und die Stimmung
war auf „Peak“ eingestellt.
Die erste Sl. (9-) lief wie im Schlaf und die vielen Zuschauer an der Bergwachthütte machten sichs
mit Hopfenkaltschalen gemütlich. Die glatten Platten der Westseite der Kante an der geklettert wird
bieten heute beste Reibung und so komme ich frisch an der Crux an. 3 Deadpoints später versuche
ich Mittels lautstarken „Ausatmen“ leichter zu werden und so den nötigen Auftrieb für den letzten
Zug in einen Untergriff zu bekommen. Die Taktik geht auf und ich stehe auf der Platte unter dem
letzten Dach. „Nun nur nix vermasseln“ denk ich mir am Schüttelpunkt. Es passte alles! Und nach
weiteren 10m stand ich am Ende der 2ten Seillänge. Unter lautem Beifall aus Richtung
Bergwachthütte klippte ich den Stand und eine Erleichterung machte sich breit. Ich zog das Seil
durch die Exen und warf es auf den Boden zurück. Tina stand immer noch an Fuße der Kante und
ich kletterte die 3te Seillänge noch 10m hinauf bis mich Tina aus der Sicherung nahm und ich die
letzten 20m das Seil hinter mir her schleifte bis ich den Gipfel erreichte. Nach dem Pflichteintrag
im Gipfelbuch gings wieder rückwärts die Tour hinunter. Ich musste ja die 30 meist 1m langen Exen
wieder ausbauen.
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel!
So endet die Affaire mit einer der tollsten Linien in Thüringen.
Dank an alle Sicherer über die Jahre!
Danke Dinte, Nils,Kai, Hannes,Erna und Tina für eure Geduld!
Und hoffe auch insgeheim, das der Falkenstein wieder etwas mehr „in Mode“ kommt und immer
wieder Kletterpartner für Thüringens größten „Klumpen“ zu finden sind.
Am 1.Juni 2002 begann eine Beziehung, die nun Leider (oder zum Glück?) am 20.Juni 2010 zu
Ende ging. `02 waren wir ein noch sehr ungleiches Paar. Die Nordwestkante des Falkensteins mit
ihren 90m Länge und 15m Überhang und meinereins mit einem Oberarmumfang von 20cm und 55
Kg Lebendgewicht. Von weitem muss das Schauspiel ausgesehen haben als würde Mickey Mouse
mit Dumbo kopulieren. Ich rackerte mich endlos ab um die Kante, die 1964 von Dieter Hengelhaupt
und Fritz Langenhan eröffnet wurde und mit A3/5+ bewertet wurde, zu besteigen. Nach knapp 40
Jahren waren auch einige der Fichtl in recht maroden Zustand und das macht die Sache schon
wieder spannend da der Technosport nun nicht zu meinem Lieblingskletterstil gehört.
Da ich aber alle Touren am Falkenstein klettern wollte musste ich in diesen Apfel beißen. Damals
schrieb ich in mein Tourenbuch „...geht Frei..wohl im 10ten Grad“. Damals hatte ich noch keine
Ahnung wie der 10te Grad ausschaut und bei einigen Stellen konnte ich mir keinen Reim daraus
machen wie das gehen soll.
Im Herbst des Jahres brach ich mir in den Staaten das Bein und die nächsten 2 Jahre war an den
10ten Grad nicht zu denken und so verblasste die Erinnerung an die Kante. Erst 2006 befand ich
mich wieder unter der Kante um einen erneuten Anlauf zu wagen „möglichst Frei“zu klettern. Einen
großen Teil der Route konnte ich nun schon wenigstens die einzelnen Züge machen doch „Frei“
waren lediglich die Flüge die ich beim Probieren hatte. Zweimal gingen die Flüge zu weit das die
morschen Fichtl aus der Wand flogen und mir auf den Schädel krachten. Da aus Mickey Mouse nun
so langsam „ Master Splinter“ wurde, passte das noch anfangs so ungleiche Paar doch schon besser
zusammen.
Ein Jahr darauf ersetzte ich die heraus gestürtzten Haken durch solide Bühler und machte einen
erneuten Versuch die Matrix durch die senkrecht geschichteten Porphyrplatten zu entschlüsseln.
Nach 50m an der Kante entlang, gelang es mir aber dann doch nicht die fehlenden Bausteine für
eine Freie Begehung zu finden. So ließ ich „erstmal Eis über die Sache wachsen“ und fuhr in andere
Länder um an ähnlich festen Gestein (Dolomiten ;)) zu klettern.
Dieses Jahr konnte ich nun endlich wieder Jemand für den Falkenstein begeistern was ja nicht
immer so war. Erstrecht nicht wenn man das Hülloch und den Monte Arturio um die Ecke hat. Wer
will auch schon freiwillig eine Stunde laufen und dann noch feststellen das es regnet und das
Thermometer auf 0 steht. Die Nähe zum Rennsteig lassen oft ein besonderes Klima, am 100m
hohen Klumpen, zu. Nach dem diesjährigen kalten Winter hoffte ich auf „positive“ Veränderung
der Griffe an der Kante ;) .
Und Tina fands auch Klasse nach dem letzten Yosemite Urlaub wieder höhere Berge als die
Marienthaler Wand oder den Weißenstein zu besteigen. Die Sonne die seit Juni wieder regelmäßiger
schien ließ auch die letzten Schneereste im Schmalwassergrund tauen und so stand einem
Falkensteinwochenende nix mehr entgegen.
Na fast nix!
Es regnete ab Sa. abend und so blieb mir nur die Freude über ein erfolgreiches Ausbouldern bei
dem alle Züge gingen. Die Woche drauf konnte ich Erna und die „Donnerstagsklettergruppe“ fürs
„alpine Gewänd“ überreden. 2 Meter nach den schwersten Stellen musste ich nun durch nassen
Bruch wühlen und so setzte ich beim nächsten Besuch 2 Haken eine Meter nach rechts um über
festen Fels den Gipfel zu erreichen.
Das jährliche Sektionswochenende stand vor der Tür und Tina ließ sich auch wieder auf ein
Wochenende „im Wald“ ein. Fr. und Sa. liefs schon gut sehr gut mit dem Ausbouldern und abends
fings wie so oft an zu regnen. Ich sah schon wieder die „Felle wegschwimmen“ doch der Sonntag
zeigte sich von seiner besten Seite. Bewölkt und Wind versprach Gripp von feinsten! Gleich der
erste Versuch endete in der Cruxpassage mit weiten Zügen an Seitgriffen. Die tollen Haken
funkelten mich beim klettern an, aber klippen konnte ich sie beim besten Willen nicht so
ausgefahren wie die Züge waren. Das Fluggelände war aber mit 50m Luft unter den Sohlen bestens
präpariert und ich war guter Dinge heut noch den Gipfel zu erreichen.
Im nächsten war es dann soweit. Erna kletterte sein langes Projekt „Esperanto“ und die Stimmung
war auf „Peak“ eingestellt.
Die erste Sl. (9-) lief wie im Schlaf und die vielen Zuschauer an der Bergwachthütte machten sichs
mit Hopfenkaltschalen gemütlich. Die glatten Platten der Westseite der Kante an der geklettert wird
bieten heute beste Reibung und so komme ich frisch an der Crux an. 3 Deadpoints später versuche
ich Mittels lautstarken „Ausatmen“ leichter zu werden und so den nötigen Auftrieb für den letzten
Zug in einen Untergriff zu bekommen. Die Taktik geht auf und ich stehe auf der Platte unter dem
letzten Dach. „Nun nur nix vermasseln“ denk ich mir am Schüttelpunkt. Es passte alles! Und nach
weiteren 10m stand ich am Ende der 2ten Seillänge. Unter lautem Beifall aus Richtung
Bergwachthütte klippte ich den Stand und eine Erleichterung machte sich breit. Ich zog das Seil
durch die Exen und warf es auf den Boden zurück. Tina stand immer noch an Fuße der Kante und
ich kletterte die 3te Seillänge noch 10m hinauf bis mich Tina aus der Sicherung nahm und ich die
letzten 20m das Seil hinter mir her schleifte bis ich den Gipfel erreichte. Nach dem Pflichteintrag
im Gipfelbuch gings wieder rückwärts die Tour hinunter. Ich musste ja die 30 meist 1m langen Exen
wieder ausbauen.
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel!
So endet die Affaire mit einer der tollsten Linien in Thüringen.
Dank an alle Sicherer über die Jahre!
Danke Dinte, Nils,Kai, Hannes,Erna und Tina für eure Geduld!
Und hoffe auch insgeheim, das der Falkenstein wieder etwas mehr „in Mode“ kommt und immer
wieder Kletterpartner für Thüringens größten „Klumpen“ zu finden sind.
Abonnieren
Posts (Atom)








